Abraham Maslow stellte 1943 seine Theorie der menschlichen Bedürfnisse vor, die später als Bedürfnispyramide bekannt wurde. An ihrer Spitze steht die Selbstverwirklichung: der Drang, das zu werden, wozu man fähig ist. Maslow erläutert das mit Beispielen: Ein Musiker muss Musik machen, ein Maler malen, ein Dichter schreiben, wenn er im Innersten zufrieden sein will. „Man“ steht hier für den Menschen allgemein, nicht für den Mann; „Was ein Mann sein kann“ wäre eine Übersetzungsfalle. Die bekannte Pyramidenform stammt übrigens nicht von Maslow selbst, sondern aus späteren Darstellungen seiner Theorie.
Quelle: Abraham H. Maslow, „A Theory of Human Motivation“, Psychological Review 50 (1943), S. 370–396. Im Original heißt es „können wir … nennen“.