Die Verse stehen in einem Liebesbrief Hamlets an Ophelia. Ihr Vater Polonius liest ihn dem König und der Königin vor, um zu beweisen, dass Hamlets seltsames Verhalten von unglücklicher Liebe kommt. Die bekannteste deutsche Fassung stammt von August Wilhelm Schlegel: „Zweifle an der Sonne Klarheit“. Sie ist freier, aber viel schöner als eine wörtliche Übersetzung. Reizvoll ist die Logik: Alles darf bezweifelt werden, sogar die Wahrheit selbst, nur die Liebe nicht.
Quelle: William Shakespeare, „Hamlet“, 2. Akt, 2. Szene, um 1601. Aus Hamlets Liebesbrief an Ophelia.