Simon Van Booy ist ein britisch-amerikanischer Schriftsteller, der in seinen Erzählungen oft über Verlust, Liebe und Erinnerung schreibt. Das Bild vom Raum ohne Türen beschreibt, wie abgeschlossen Trauer sich anfühlt: Man ist darin gefangen, und von außen kommt nichts herein. Umso überraschender ist die Wendung, dass ausgerechnet Weihnachten, mit all seinem Kitsch, einen Zugang findet. Der Satz verspottet das Fest nicht, sondern gesteht ihm eine leise Kraft zu. Gerade das Gewohnte und etwas Abgegriffene kann Trauernden Halt geben.
Quelle: Simon Van Booy, „Love and loss at Christmas“, Essay in The Guardian, 19. Dezember 2009, über das erste Weihnachtsfest mit seiner kleinen Tochter nach dem Tod ihrer Mutter.