Die Zeilen stammen aus einem der letzten Prosatexte Becketts, einem düsteren, fast abstrakten Stück über das Scheitern der Sprache selbst. Heute werden sie als Motivationsspruch zitiert, vor allem in der Start-up-Welt und im Sport. Bei Beckett klingt das weniger fröhlich: Erfolg ist nicht vorgesehen, man kann nur immer etwas besser scheitern. Gerade diese Nüchternheit macht den Satz glaubwürdig. „Ever“ bedeutet hier „immer“ oder „schon immer“, nicht „jemals“, und „No matter“ heißt „Einerlei“ oder „Egal“. Im Deutschen ist vor allem der Schluss bekannt: „Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“
Quelle: Samuel Beckett, „Worstward Ho“, Prosatext, erschienen 1983. Deutsche Übersetzung von Erika Tophoven: „Aufs Schlimmste zu“ (zweisprachig, Suhrkamp 1989).