ⓘ Die Zuschreibung an John Lennon ist nicht sicher belegt – siehe Herkunft & Bedeutung.
Der Satz ist ein Wortspiel mit der englischen Redewendung „to leave a lot to be desired“, also „viel zu wünschen übrig lassen“. Hier heißt es, die Wirklichkeit lasse viel der Fantasie übrig, sie ist also so unvollständig, dass die Vorstellungskraft nachhelfen muss. Das passt zu Lennon, der mit „Imagine“ das wohl bekannteste Lied über die Macht der Vorstellung schrieb. Belegt ist der Satz bei ihm allerdings nicht, er taucht erst lange nach seinem Tod in Zitatsammlungen auf. Die alte Übersetzung „überlässt der Fantasie viel“ verfehlt den ironischen Unterton.
Quelle: John Lennon zugeschrieben; Fundstelle nicht ermittelt. Frühester bekannter Nachweis in der Presse erst 2003 (Sunday Herald Sun, Melbourne).