Wer den bekannten deutschen Satz vom Paradies der Erinnerung auf Englisch sucht, landet oft bei dieser Fassung. Das Original stammt aber von Jean Paul, der es um 1811 als Stammbuchspruch formulierte. Der amerikanische Bischof und Pädagoge John Lancaster Spalding nahm das Bild knapp hundert Jahre später auf und drehte es weiter: Was uns nicht genommen werden kann, kann uns auch festhalten. Schöne Erinnerungen sind ein sicherer Besitz, schmerzhafte lassen sich ebenso wenig abschütteln. Das Wortpaar „driven“ (vertrieben) und „escape“ (entkommen) macht die Umkehrung deutlich.
Quelle: John Lancaster Spalding, „Aphorisms and Reflections: Conduct, Culture and Religion“ (Chicago: A. C. McClurg, 1901). Der erste Teil greift Jean Paul auf: „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben werden können“ (Impromptüs, im Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812).