Die Frage stammt aus einem späten Gedicht der amerikanischen Lyrikerin Sylvia Plath, das in ihrem letzten Lebensjahr entstand. Das Gedicht beschreibt in Farbbildern einen inneren Raum, dessen Wände sich von hell zu dunkel und bedrohlich verfärben. Die Frage drückt das Gefühl aus, in den eigenen Gedanken und Ängsten gefangen zu sein, ohne entkommen zu können. Plath litt an schweren Depressionen und nahm sich im Februar 1963 das Leben; viele Leser deuten die Zeile deshalb autobiografisch. „Mind“ lässt sich je nach Zusammenhang mit Geist, Verstand oder Kopf übersetzen; hier trifft „der eigene Kopf“ das Gefühl der Enge am besten.
Quelle: Sylvia Plath, Gedicht „Apprehensions“ (Beklemmungen), entstanden 1962; postum 1971 veröffentlicht.