Mao prägte den Satz 1927, nachdem die Nationalisten unter Chiang Kai-shek die Kommunisten in Shanghai blutig verfolgt hatten. Seine Schlussfolgerung war, dass die Partei eine eigene Armee und eigene Stützpunkte brauche, statt auf Bündnisse zu vertrauen. In der Rede von 1938 fügte er hinzu, die Partei müsse das Gewehr befehligen und nicht umgekehrt. Durch die „Mao-Bibel“ wurde der Satz auch im Westen bekannt, in Deutschland vor allem um 1968. Die übliche deutsche Fassung lautet „Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen“.
Quelle: Mao Zedong, erstmals auf einer Krisensitzung der Kommunistischen Partei Chinas am 7. August 1927; erneut in seiner Schlussrede vor dem 6. Plenum des 6. Zentralkomitees am 6. November 1938, veröffentlicht als „Probleme des Krieges und der Strategie“. Aufgenommen in die „Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung“ (Mao-Bibel).