Henry van Dyke, amerikanischer Pfarrer, Literaturprofessor und Diplomat, schrieb die Verse als Inschrift für eine Sonnenuhr im Garten befreundeter Mäzene. Sie zeigen, wie sehr unser Zeitempfinden von Gefühlen abhängt: Warten dehnt die Stunden, Angst lässt sie rasen, Trauer zieht sie in die Länge, Freude verkürzt sie. Im Original lautet die Pointe, dass es für Liebende gar keine Zeit gibt; die Fassung mit der Ewigkeit ist eine spätere Glättung. 1997 wurden die Verse bei der Trauerfeier für Prinzessin Diana vorgetragen. Seitdem sind sie ein beliebter Text für Hochzeiten und Traueranzeigen.
Quelle: Henry van Dyke, Inschrift für eine Sonnenuhr auf dem Landsitz Yaddo von Spencer und Katrina Trask (Saratoga Springs), 1901 erstmals dokumentiert; im Band „Music and Other Poems“ (1904) als „For Katrina's Sun-Dial“. Im Original endet der Text damit, dass es für die Liebenden keine Zeit gibt; die „Ewigkeit“ ist eine spätere Abwandlung.